Jury

Insa Wiese
Insa Wiese wurde 1978 im Herzen von Ostfriesland geboren. Sie hat Kunst und Germanistik in Oldenburg studiert und dort ihre Liebe zum Film – insbesondere zum Kurzfilm – entdeckt. Sie hat eigene Kurzfilme gedreht und mit Freunden zusammen in Oldenburg das Kurzfilmfestival zwergWERK organisiert. Nachdem sie beim Hamburger Kurzfilmfestival einige Jahre Erfahrung sammeln konnte, übernahm sie 2009 die Leitung der Regensburger Kurzfilmwoche (nun: Internationale Kurzfilmwoche Regensburg). Seit Sommer 2016 ist sie ebenfalls beim Festival UNDERDOX tätig. Dort ist sie für das Kurzfilmprogramm mitverantwortlich. Neben Lehraufträgen und Seminaren an der Universität Regensburg und der HFF München ist sie Kuratorin verschiedener Reihen wie Emerging Artist. Seit April 2016 ist sie im Vorstand des Verbands Bayerischer Filmfestivals.

Dominik Kuhn

Dominik „Dodokay“ Kuhn ist waschechter Schwabe bzw. Reutlinger und seit Ende der 1980er hauptberuflich als Produzent und Regisseur tätig.

Mit seinem Fun-Synchro-Konzept Die Welt auf Schwäbisch (2006) wurde er über die Grenzen des Schwabenlandes hinaus bekannt. Die ersten Folgen basierten auf der Anti-Terror-TV-Serie 24 mit Kiefer Sutherland und wurden sofort ein Kulthit auf dem damals noch sehr jungen YouTube-Kanal. Seit 2009 schreibt und produziert er die Welt auf Schwäbisch nun für das SWR-Fernsehen, und war 2011 mit seinen Synchros Teil der SAT.1 Wochenshow. Zusammen mit Comiczeichner Ralph Ruthe brachte er 2013 das Cartoon-Buch Scheißdregg bassiert halt heraus, und ein Jahr später erschien das Comic-Buch Die Simpsons auf Schwäbisch.

Er ist ein stets gern gesehener Gast – mit und ohne Dialekt – in TV-Serien und Kinofilmen. So spielte er in der Mundart-Erfolgsserie Laible und Frisch mit, in Michael Kesslers Meine Heile Welt, war an der Seite von Natalia Wörner in der Kinokomödie Die Kirche bleibt im Dorf zu sehen und spielte mit Walter Schultheiß in der schwäbischen Dramedy Global Player eine Gastrolle.

Seit März 2014 ist Dominik Kuhn als Dodokay live vor ausverkauften Hallen unterwegs. unterwegs – mit seiner nunmehr dritten Show Genau mein Ding!

Und wenn es Herrn Kuhn dann doch mal „arg fad isch“, ist er Gastdozent für Marketing an Hochschulen und Universitäten, und er tritt mit seiner Band WELCOME TO THE PLEASUREDOME auf, einem aufwändigen und sehenswerten 1980er-Jahre-Tribute-Projekt.

 

Stefan Paul

Dass sein Beruf mit Musik und Film zu tun haben würde, war für Stefan Paul ausgemachte Sache. Nach dem Abi heuerte er beim SWR als Musikredakteur an. Stefan Paul gründete mit Freunden den Filmclub ‚Cinemathek‘ und zeigte an der Uni und in der Kunsthalle alternative Filme. Als Stefan Paul 1975 das Kultkino „Arsenal“ in der Hinteren Grabenstraße in Tübingen eröffnete, war es das erste Programmkino mit Kneipe in Baden-Württemberg. Legendäre Filmabende und noch legendärere Diskussionen im Arsenal prägten ganze Studentengenerationen. Mit dem „Atelier“ am Haagtorplatz eröffnete er ein weiteres Programmkino. Nach der Wende eröffnete er auch in Leipzig zwei Kinos, die er 2017 nach 25 Jahren in andere Hände übergab. Zusätzlich produziert Paul weiterhin erfolgreich Musikfilme. Heute ist das Programmkino eine kleine Nische für Kenner geworden.

 

Dr. Erwin Feyersinger

Dr. Erwin Feyersinger ist akademischer Mitarbeiter am Institut für Medienwissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen. Seine Forschung befasst sich mit Animation Studies, Filmwissenschaft, Medientheorie und Narratologie. Gemeinsam mit Julia Eckel ist er Sprecher der AG Animation der Gesellschaft für Medienwissenschaft. Zu seinen neuesten Veröffentlichungen gehören die Monografie „Metalepsis in Animation: Paradoxical Transgressions of __Ontological Levels“ und der Sammelband „Ästhetik des Gemachten: Interdisziplinäre Beiträge zur Animations- und Comicforschung“

 

Kurt Schneider

Kurt Schneider drehte schon als Schüler Super8- und Videokurzfilme. Während seines Studiums der Geschichte und als Hiwi an der Universität Tübingen übernahm er erste Jobs als Kameramann, Filmautor und Regisseur für die damalige Medienabteilung der Neuphilologischen Fakultät. 1998 folgte ein bimediales Volontariat beim gerade fusionierten Südwestrundfunk in Stuttgart und Baden-Baden, wo er als Autor, Regisseur und Redakteur für Geschichte sowie im multimedialen Schulfernsehen weiterarbeiten konnte. Ende 2002 Wechsel zur Redaktion „Kulturdokumentationen“, in der Schneider insgesamt ca. 150 Sendungen und Dokumentarfilme für das SWR Fernsehen, ARTE, 3sat und die ARD betreute. Adolf-Grimme-Preise 2007 und 2008 für „Deutsche Lebensläufe – Fritz Lang“ und „Zwischen Wahnsinn und Kunst – Die Sammlung Prinzhorn“. Parallel zu seiner Redakteurstätigkeit für das öffentlich-rechtliche Fernsehen arbeitete Schneider als Trainer für das Festival-TV der Französischen Filmtage Tübingen/Stuttgart. Nach journalistischen Lehraufträgen an der Fakultät für Philosophie und Geschichte ist Kurt Schneider seit 2011 als geschäftsführender Leiter des Zentrums für Medienkompetenz sowie als Akademischer Oberrat am Institut für Medienwissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen tätig. Film und Fernsehen sind weiterhin seine Schwerpunkte, u.a. als Jurymitglied beim jährlichen Studenten-Kurzfilmfestival „Tübinale“.